Vom Konzept zur konkreten Umsetzung
Manufacturing Execution Systeme (MES) sind längst keine Theorie mehr – sie haben sich als entscheidendes Werkzeug in der modernen Fertigung etabliert. Doch wie gelingt die erfolgreiche Einführung eines MES in der Praxis? Welche Herausforderungen treten auf und wie lassen sie sich lösen?
Anhand realer Projekte wird deutlich, wie unterschiedlich die Anforderungen in der Fertigung sein können und wie präzise sich diese mit einem MES-System meistern lassen. Anschauliche Einblicke zeigen, welche Strategien Unternehmen erfolgreich machen.
IWB Industrie Technik – Transparenz in Serien- und Einzelteilfertigung
Die IWB Industrie Technik GmbH aus Thüringen ist ein anschauliches Beispiel für die flexible Einsetzbarkeit von MES. Das Unternehmen vereint sowohl Serienfertigung als auch Sondermaschinenbau – zwei Produktionsarten mit ganz unterschiedlichen Anforderungen.
Herausforderung: Mangelnde Transparenz in der Produktion, keine Echtzeitdaten, manuelle Rückmeldungen, keine durchgängige Maschinenanbindung.
Lösung:
Mit der Einführung eines MES-Systems inklusive digitaler Betriebs- und Maschinendatenerfassung wurden rund 50 Maschinen und Handarbeitsplätze integriert. IWB erhält nun Echtzeit-Einblicke in Produktionsfortschritt, Stillstände und Auslastung.
Ergebnis:
- Gesteigerte Transparenz und verbesserte Planbarkeit
- Verlässliche Daten für die Kalkulation
- Reduktion manueller Aufwände und Fehlerquellen
Gläser Automatendreherei – hochmoderne Fertigung, gesteuert mit MES
Der Präzisionsteilehersteller Gläser Automatendreherei GmbH fertigt Stangen- und Futterdrehteile auf modernen CNC-Drehmaschinen und Langdrehautomaten. Für eine flexiblere Auftragsabwicklung und mehr Transparenz in der Fertigung fehlten jedoch bislang Echtzeitdaten aus der Produktion.
Herausforderung: Manuelle Erfassung von Fertigungsmengen, keine Echtzeit-Transparenz über Maschinenstatus, hoher Aufwand bei der Auswertung, fehlende Koordination bei Fremdbearbeitung.
Lösung:
Durch die Einführung eines MES-Systems mit direkter Maschinendatenerfassung wurden Produktionsdaten automatisiert erfasst, visualisiert und ausgewertet – inklusive Live-Monitoring von Aufträgen, Maschinenzuständen und Kennzahlen.
Ergebnis:
- Reduzierter Aufwand durch automatisierte Datenerfassung
- Echtzeitinformationen für Werker, Fertigungsleitung und Geschäftsführung
- Aufdeckung zusätzlicher Leistungspotenziale und gezielte Optimierung der Fertigungsprozesse
Schauen Sie sich auch gern die Webcast-Aufzeichnung zum Thema an.

MES in der Praxis – Vorstellung von realisierten Kundenprojekten
Was macht den Unterschied? Erfolgsfaktoren aus der Praxis
Die Projekterfahrung zeigt: Der Erfolg hängt nicht nur vom System selbst ab, sondern vor allem von der Herangehensweise. Diese Erkenntnisse lassen sich ableiten:

Individualisierung einer Standardlösung: Jedes Unternehmen benötigt ein MES,
das zur eigenen Struktur und Prozesslandschaft passt.

Einbindung der Mitarbeitenden: Frühzeitige Schulung und offene Kommunikation fördern Akzeptanz und Nutzung.

Fokus auf Mehrwert: Qualitätssicherung, Planbarkeit oder Maschinenauslastung – die Ziele müssen klar definiert und messbar sein.

Iteratives Vorgehen: Der Weg zum vollständigen MES kann schrittweise erfolgen – frühe Erfolge wirken als Motivationstreiber.
Zusammengefasst: MES als bewährter Hebel für Effizienz
Ob Serienfertigung, Sondermaschinenbau oder hochpräzise Zerspanung – MES-Systeme helfen, komplexe Produktionsprozesse zu strukturieren, messbar zu machen und gezielt zu verbessern. Die vorgestellten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Unternehmen durch eine bedarfsorientierte MES-Einführung konkrete Herausforderungen lösen – und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken.
Bildquelle: N+P / KI-generiert