1. Ausführung und Rückmeldung: Wenn der Shopfloor nicht eindeutig „spricht“
Aus der Praxis:
In der Schicht wird schnell weitergearbeitet, aber Stillstände, Mengen und Gründe werden später „nachgetragen“, sodass am Ende niemand mehr genau sagen kann, was wann warum passiert ist.
Was ein MES liefern muss:
- Geführte Rückmeldungen für Start/Stopp, Unterbrechung und Ende von Arbeitsgängen
- Mengenmeldung strukturiert nach Gut, Ausschuss und Nacharbeit inkl. Gründen
- Ereignisse mit eindeutigen Zeitstempeln und klaren Statusdefinitionen
Wie NuPMES das praktisch umsetzt:
NuPMES trennt bewusst zwischen Terminal (Erfassung am Arbeitsplatz) und Monitor (Auswertung/Führung). Im Terminal werden Arbeitsgänge aus einer Arbeitsvorratsliste gestartet, unterbrochen oder beendet; Unterbrechungen werden mit definierten Gründen erfasst. Mengenmeldungen lassen sich strukturiert nach Gut-, Ausschuss- und Nacharbeit aufwandsarm absetzen. Damit entsteht ein belastbares Echtzeit-Ereignisprotokoll als Basis für Kennzahlen und Ursachenanalyse.
2. Datenaufnahme: Maschinendaten sind kein Steuerungsbild
Aus der Praxis:
Maschinendaten sind da, jedoch passen Zeitstempel, Statuswechsel und Stücksignale nicht sauber zusammen, wodurch der tatsächliche Produktionszustand ständig diskutiert wird.
Was ein MES liefern muss:
- Stabile Maschinenanbindung mit definierter Eventlogik statt Rohdatenflut
- Einheitliche Zeitbasis und Plausibilitätsprüfungen für Signale und Zustände
- Zusammenführung von Maschinen-, Werker- und Systemdaten auf einer Datenbasis
Wie NuPMES das praktisch umsetzt:
NuPMES ist auf die Echtzeitdatenerfassung am Shopfloor ausgelegt und kann Maschinendaten über gängige Integrationswege anbinden (je nach Umfeld). Der Monitor zeigt Produktionsstände in Echtzeit sowie historische Zustände, sodass aus Signalen nachvollziehbare Zustandsverläufe entstehen.
3. Kontextbildung: Ohne Auftrag–Material–Maschine bleibt jede Kennzahl „flach“
Aus der Praxis:
Die Kennzahl zeigt eine Abweichung, aber ohne Auftrag, Materialcharge, Maschine und Qualitätsstatus bleibt die Ursache im Meeting eine Vermutung.
Was ein MES liefern muss:
- Verknüpfung von Ereignissen mit Auftrag/Arbeitsgang, Maschine und Material/Charge aus dem ERP
- Einordnung von Prozessparametern in Prozessfenster und relevante Zustände
- Grundlage für erklärbare Kennzahlen und belastbare Ursachenanalyse
Wie NuPMES das praktisch umsetzt:
Der Monitor liefert nicht nur „Zahlen“, sondern macht Zustände und Verläufe je Maschine/Arbeitsplatz sichtbar – inklusive historischer Zustände. So werden Auffälligkeiten nicht nur erkannt, sondern können zeitlich und prozessual eingeordnet werden.
4. Rückverfolgung und Dokumentation: Auditfähig werden ohne Papierlogik
Aus der Praxis:
Sobald ein Audit oder eine Reklamation ansteht, beginnt das Zusammensuchen von Protokollen, Parametern und Freigaben aus mehreren Systemen und Dateien.
Was ein MES liefern muss:
- Lückenlose Historie von Prozessschritten, Parametern, Prüfungen und Freigaben
- Genealogie für Audit, Reklamation und interne Nachweise
- Auditfähige Protokolle mit Zugriff nach Rolle und Zeitraum
Wie NuPMES das praktisch umsetzt:
NuPMES unterstützt die durchgängige Dokumentation der Fertigungsabläufe, indem Betriebs- und Maschinendaten sowie Prozessdaten erfasst und auswertbar gemacht werden. Das erleichtert Qualitätssicherung, Audits und Nachverfolgbarkeit.
5. Planung bis Shopfloor und zurück: Plan-/Ist-Abgleich, Eskalation, Gegenmaßnahmen
Aus der Praxis:
Der Plan sieht gut aus, doch im Laufe des Tages verschieben Störungen und Rüstwechsel alles, und die Abweichung wird erst sichtbar, wenn Termine bereits kritisch sind.
Was ein MES liefern muss:
- Transparenter Plan/Ist-Abgleich auf Auftrags- und Arbeitsplatzebene
- Frühzeitige Abweichungserkennung mit definierten Eskalationen
- Unterstützung von Gegenmaßnahmen im Betrieb – dokumentiert und nachvollziehbar
Wie NuPMES das praktisch umsetzt:
Der NuPMES-Monitor liefert in Echtzeit einen Überblick über Produktionsstände einzelner Maschinen sowie Arbeitsplätze und unterstützt praxisnahe Auswertungen. Durch kontinuierliche Datenauswertung können unplanmäßige Stillstände reduziert werden, weil Abweichungen früher sichtbar werden und schneller bearbeitet werden können. Somit kann u. a. eine Umplanung direkt angestoßen werden.
6. Schnittstellen und Rollen: Ein System, mehrere Sichten
Aus der Praxis:
Werker, Meister und Produktionsleitung nutzen unterschiedliche Zahlen und Dashboards, sodass mehr abgestimmt als entschieden wird.
Was ein MES liefern muss:
- Rollen- und Rechtekonzept für Werker, Meister, Produktionsleitung und Management
- Rollenbasierte Sichten aus derselben Datenbasis ohne KPI-Überladung
- Konsistente Masterdaten und standardisierte Codes für Vergleichbarkeit
Wie NuPMES das praktisch umsetzt:
NuPMES adressiert unterschiedliche Nutzergruppen explizit: Der Monitor richtet sich an Geschäftsführer, Meister und Fertigungsverantwortliche, liefert Echtzeitübersichten, historische Zustände und Auswertungen; das Terminal dient der strukturierten Erfassung am Shopfloor. Somit werden Informationsbedarfe sauber getrennt und zugleich auf einer Datenbasis gehalten.
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7. Automatisierung: ohne Datengrundlage nicht mehr als eine Luftblase
Aus der Praxis:
Prozesse sollen automatisiert und dadurch optimiert werden: Welche Prozessschritte, Maschinen oder Fertigungslinien eignen sich dafür bzw. bieten das größte Potential?
Was ein MES liefern muss:
- Aussagekräftige Daten aus dem Shopfloor
- Soll-Ist-Vergleiche als Grundlage für Automatisierung
- Definierte Regeln, nach denen Prozesse modelliert und automatisiert werden können
Wie NuPMES das praktisch umsetzt:
NuPMES bietet die Möglichkeit, neben den klassischen BDE/MDE-Meldungen auch Prozessparameter zu erfassen. Ob dies manuell geschieht oder per Sensorik, liegt beim Anwender. Auf Basis dieser Parameter werden Prozesse so modelliert, dass die nächsten Fertigungsschritte automatisiert ablaufen und somit Zeit gespart und Kosten gesenkt werden können.
NuPMES in der Praxis: Von Kennzahlen zur Führungsroutine
Ein MES entfaltet seinen Nutzen nicht durch „mehr Reporting“, sondern dadurch, dass es den Betrieb in Routinen überführt: saubere Rückmeldung, vergleichbare Ursachen, klare Lagebilder und ein Takt zur Maßnahmensteuerung und Automatisierung. NuPMES ist dafür als webbasierte Lösung konzipiert: Der Monitor stellt Produktionsstände in Echtzeit bereit und ermöglicht praxisnahe Auswertungen; das Terminal sorgt dafür, dass Rückmeldungen dort entstehen, wo sie entstehen müssen – am Arbeitsplatz.
So entsteht ein Effekt, der in vielen Werken entscheidend ist: weniger Diskussion über Zahlen, mehr Fokus auf Ursachen und Entscheidungen auf einer konsistenten Datenbasis.
Digitale Services: Fachprozesse auf Basis des digitalen Zwillings
Digitale Services sind bei N+P digitale Fachprozesse auf Basis des digitalen Zwillings: Daten aus CAD, ERP, MES oder PLM werden mit Echtzeit- und IoT-Informationen verknüpft und als Lagebild für den Betrieb nutzbar gemacht. Dazu gehören die Produktionsüberwachung als Echtzeit-Sicht auf Anlagenzustände und Kennzahlen über Linien und Standorte hinweg sowie das Energiecontrolling zur zentralen Erfassung und Auswertung von Strom-, Gas- und Wasserverbräuchen im Fabrikkontext.
Fazit
Kennzahlen wirken erst, wenn die MES-Kernelemente im Alltag sauber abgebildet sind: Rückmeldung, Datenaufnahme, Kontext, Nachweisfähigkeit, Plan-/Ist-Transparenz sowie Rollenlogik. NuPMES setzt diese Bausteine praktisch um – vom Terminal am Shopfloor bis zum Monitor für Führung und Analyse.
Digitale Services wie Produktionsüberwachung und Energiecontrolling gehen darüber hinaus: Sie schaffen auf Basis des digitalen Zwillings ein standortübergreifendes Lagebild und machen Energie- und Betriebsdaten zentral auswertbar.
Bildquellen: N+P, shutterstock.de/UNIKYLUCKK













