08.04.2026 — Digitales Gebäude — Jens Heinke

Von AutoCAD LT zu AutoCAD: Mehr Möglichkeiten, mehr Effizienz, mehr Teamwork

Sie nutzen AutoCAD LT® und fragen sich, ob sich der Umstieg auf AutoCAD® lohnt? Oder Sie arbeiten bereits mit AutoCAD und möchten KI, BIM oder Cloud-Workflows nutzen? Dieser Beitrag zeigt, welche Möglichkeiten AutoCAD heute bietet und wo die entscheidenden Unterschiede liegen.

    Von AutoCAD LT® zu AutoCAD®: Mehr Möglichkeiten, mehr Effizienz, mehr Teamwork
    Jens Heinke
    Über den Autor
    Jens Heinke hat als Senior Consultant für BIM/AEC schon zahlreiche Kundenprojekte erfolgreich begleitet. Mit seinem Know-how von der Bauplanung bis hin zur Ausführung ist er ein wertvoller Partner für Unternehmen, die auf digitale Prozesse setzen. Seine bewährten Workflows und praktischen Tipps teilt er regelmäßig im N+P-Blog, um andere bei der Optimierung ihrer BIM-Strategien zu unterstützen.

    Warum viele bei AutoCAD LT bleiben

    Gründe für AutoCAD LT

    Sie haben AutoCAD LT im Einsatz,

    • weil AutoCAD zu teuer war?
    • weil Sie AutoCAD nur nebenbei (ergänzend zu einer anderen Software) benutzen?
    • weil das, was AutoCAD kann, im LT ja auch schon drin ist?
    • weil Sie nur 2D machen?
    Neue Anforderungen

    Diese Gründe sind nachvollziehbar. Doch die Anforderungen ändern sich. Themen wie KI, BIM, IFC oder Zusammenarbeit in der Cloud werden zunehmend relevant.

    Daher folgende Fragen an Sie:

    • Haben Sie AutoCAD und wollen „mal KI ausprobieren“?
    • Haben Sie AutoCAD und müssen „BIM machen“? Und sollen IFC liefern?
    • Und das Ganze nicht allein, sondern im Team? Und auch noch in der Cloud?

    AutoCAD wurde schon immer belächelt

    „Autodesk® wurde am 26. April 1982 von John Walker in Sausalito, Kalifornien gegründet. Anfang der 1980er Jahre waren Grafikprogramme nur auf leistungsfähigen, aber teuren UNIX-Workstations verfügbar. Autodesk unterstützte von Anfang an den damals mit nur 4,77 MHz noch schwachen IBM-PC mit DOS als Betriebssystem. Dafür wurde Autodesk in der CAD-Branche in den ersten Jahren belächelt…“

    Zitat: Autodesk – Wikipedia

    Aber AutoCAD kann (das) alles

    Erfahren Sie hier wie…

    Nr. 1 – KI ist längst ein Teil von AutoCAD. Ein einfacher Einstieg ist der Autodesk-Assistent.

    KI ist in aller Munde. Wenn Sie wissen möchten, was in AutoCAD alles auf KI basiert, dann fragen Sie doch einfach mal den Autodesk-Assistenten. Damit haben Sie bereits die erste KI-Funktion benutzt.

    Der Assistent wird Ihnen z. B. zeigen, wie man KI-gesteuert Vorschläge für das Ersetzen und Konvertieren von Blöcken erhält. Das spart viel Zeit.

    Autodesk-Assistent
    Autodesk-Assistent

    Aber noch mehr Intelligenz steckt in der Funktion „Objekte erkennen“. Hier wird maschinelles Lernen verwendet, um Objekte in Zeichnungen zu erkennen und diese in Blöcke zu konvertieren.

    Objekterkennung mit AutoCAD
    Objekterkennung

    Das Programm ist auf Ihre Mithilfe angewiesen: Je öfter es benutzt wird, umso besser sind die Erkennungsraten.

    Mithilfe
    Mithilfe des Benutzers

    Nr. 2 – Toolsets: Mehr als nur AutoCAD

    Mit einer AutoCAD Lizenz erhalten Sie Zugriff auf sieben Toolsets. Die dank erweiterter Funktionen und intelligenter Objekte Zeit sparen.

    Schauen wir uns das Architecture-Toolset als Teil von AutoCAD 2026 an, auch bekannt als AutoCAD Architecture oder als „das bessere AutoCAD für die Architektur“.

    Es handelt sich um ein vollständiges Architektur-Programm, erstellt ein digitales Modell, einen digitalen Zwilling aus Bauteilen in 2D UND 3D. Diese Bauteile enthalten Informationen über deren Eigenschaften, diese können mit Listen und Stempeln ausgewertet werden und sind dabei immer aktuell. Die Darstellungen sind konfigurierbar und maßstabsabhängig.

    AutoCAD vs. Architecture
    AutoCAD vs. Architecture

    Und „Toolset“ bedeutet hier auch, dass Sie jede Funktion einzeln benutzen können. Wenn Sie also „nur“ eine den deutschen Normen entsprechende Bemaßung brauchen, dann benutzen Sie halt nur diese. Oder wenn Sie im CAFM-Bereich tätig und nur an den Räumen interessiert sind, dann halt nur diese.

    Über die integrierte Projektverwaltung entsteht ein Gesamtgebäude mit Geschossen und Bauabschnitten, bis hin zur Plansatzverwaltung mit Plot- oder PDF-Ausgabe. Ja, auch diese Funktion kann wieder unabhängig und ausschließlich genutzt werden.

    Projektverwaltung mit AutoCAD
    Projektverwaltung

    Sollten Sie aus dem TGA-Bereich kommen, dann schauen Sie sich doch bitte mal das MEP-Toolset an. MEP steht hier Mechanical/Electrical/Plumbing und meint ganz einfach TGA, ist also das branchenspezifische Toolset für die Gebäudetechnik.

    Und ein letztes noch: eine „geniale“ Software? Ja, das Mechanical-Toolset hieß früher mal GENIUS und enthält durchaus intelligente Bauteile und Funktionen, einschließlich Unterstützung der ISO-Normrevision 1101:2017(E).

    Nr. 3 – BIM mit AutoCAD

    Weiter oben steht „Bauteile enthalten Informationen über deren Eigenschaften“. Damit sind wir angelangt beim Thema BIM. BIM steht für „Building Information Modeling“, d. h. die hier benötigten Informationen sind einer der beiden Grundfesten der BIM-Methodik und im AutoCAD Architecture nicht nur vorhanden, sondern sogar beliebig anpassbar.

    Die andere Voraussetzung für BIM ist ein „single point of truth“, also eine zentrale Datenablage. Dazu legt man das Architecture-Projekt ganz einfach in eine Cloud, gerne natürlich in Forma Data Management, bisher bekannt als Autodesk Docs.

    Über die Benutzerrechte und integrierte Funktionen sieht jeder Projektbeteiligte nur das, was er sehen soll und natürlich kann man sich nicht „gegenseitig die Arbeit kaputt machen“. Also steht einer echten Team-Arbeit nichts mehr im Wege.

    in der Cloud
    Datenablage in der Cloud

    Nr. 4 – openBIM und IFC-Unterstützung

    Wenn wir über openBIM sprechen, also den Einsatz verschiedener Software im BIM-Prozess, dann fällt ganz schnell der Begriff IFC-Format. AutoCAD Architecture unterstützt sowohl den Export als auch den Import von IFC-Dateien in IFC2x3 und auch IFC4.

    Und die Eigenschaftssätze, die wir ja bekanntlich den Bauteilen zuweisen können, das werden dann die „psets“, die PropertySets der IFC-Datei.

    IFC-Datei
    IFC-Datei

    Nr. 5 – Arbeiten in der Cloud und mobil

    Bleibt noch der vorerst letzte Punkt. Sie brauchen (nicht unbedingt) einen PC, um AutoCAD zu benutzen. Es steht sowohl eine AutoCAD-Mobil-App (für iOS und Android) als auch AutoCAD als Web-App zu Verfügung. Also einfach Ihre Dateien in einer Cloud (Autodesk Drive, Autodesk Docs, Microsoft OneDrive, Box, Dropbox oder Google Drive) ablegen und von überall darauf zugreifen. Sie können damit auch offline arbeiten und später synchronisieren!

    alles Online
    Online-Zugriff

    Fazit: Wann sich der Umstieg lohnt

    AutoCAD LT ist für einfache 2D Aufgaben weiterhin geeignet. AutoCAD hingegen bietet deutlich mehr:

    • KI-Unterstützung
    • Spezialisierte Toolsets
    • BIM-Funktionalität
    • Cloudbasierte Zusammenarbeit
    • IFC-Schnittstellen

    Wer effizienter arbeiten, Prozesse automatisieren und im Team zusammenarbeiten möchte, profitiert klar vom erweiterten Funktionsumfang.

    Erleben Sie die Möglichkeiten live im Webcast und sehen Sie selbst, wie AutoCAD® Ihre Arbeitsweise verändert

    Bildquellen: N+P, Autodesk®

    Jens Heinke
    Über den Autor
    Jens Heinke hat als Senior Consultant für BIM/AEC schon zahlreiche Kundenprojekte erfolgreich begleitet. Mit seinem Know-how von der Bauplanung bis hin zur Ausführung ist er ein wertvoller Partner für Unternehmen, die auf digitale Prozesse setzen. Seine bewährten Workflows und praktischen Tipps teilt er regelmäßig im N+P-Blog, um andere bei der Optimierung ihrer BIM-Strategien zu unterstützen.

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