Herausforderungen im Maschinenbau
In vielen Unternehmen werden enorme Datenmengen erzeugt, die jedoch selten wiederverwendet werden. Studien zeigen, dass bis zu 80 % aller CAD-Daten ungenutzt bleiben, oft weil sie nicht auffindbar sind (Quelle: Forbes, 2023, „The Unseen Data Conundrum“). Zusätzlich steigen die Anforderungen an Flexibilität und ortsunabhängige Zusammenarbeit. Konstruktionsteams benötigen daher eine Softwareumgebung, die zugriffsunabhängig, dynamisch, skalierbar und intuitiv ist, bei gleichzeitig überschaubaren Kosten.
Fusion als logische Erweiterung von Inventor
Wer Autodesk Inventor als Standard im Maschinenbau nutzt, ist bereits gut aufgestellt. Doch mit Autodesk Fusion® lassen sich Prozesse noch weiter optimieren. Fusion verbindet CAD, CAM, Simulation und Datenmanagement auf einer modernen, cloudbasierten Plattform.
Mit einer Fusion-Lizenz erhalten Anwender gleichzeitig Zugriff auf Fusion Team, die integrierte Cloud-Umgebung zur Projektverwaltung und Zusammenarbeit. Fusion ist modular aufgebaut. Über sogenannte Extensions können Unternehmen den Funktionsumfang gezielt erweitern, ohne alle Zusatzfunktionen dauerhaft mitlizenzieren zu müssen. Auf diese Weise bleibt das System flexibel und kosteneffizient.
Ein besonderer Vorteil ist der durchgängige Datenfluss zwischen Autodesk Fusion und Inventor in der Kombination. Über das Autodesk Data Model bleiben Daten kompatibel, Änderungen werden automatisch synchronisiert, und Workflows lassen sich nahezu nahtlos zwischen beiden Systemen abbilden. Konstrukteure können beispielsweise von der Konstruktion direkt in den CAM-Bereich wechseln, Werkzeugwege berechnen und bei Bedarf wieder zurückkehren, ohne Setups oder Bearbeitungsschritte zu verlieren.

KI und Generative Design
Fusion integriert zunehmend künstliche Intelligenz in den Entwicklungsprozess: Ein Beispiel ist die KI-gestützte Zeichnungsableitung, mit der wiederkehrende Aufgaben automatisiert werden können. Dabei analysiert das System die CAD-Daten, erzeugt selbstständig mehrere Zeichnungen und platziert Ansichten sowie Maße weitgehend selbstständig. So entsteht aus dem 3D-Modell fast nebenbei eine vollständige Zeichnung.

Generative Design in der Konstruktion
Basierend auf definierten Zielgrößen, wie etwa Gewichtsminimierung oder maximale Steifigkeit, erzeugt Fusion eigenständig mehrere validierte Konstruktionsvorschläge. Diese werden in der Cloud berechnet, sodass lokale Hardware spürbar entlastet wird.
Für Anwender bedeutet das: mehr kreative Freiheit, kürzere Entwicklungszeiten und die Möglichkeit, völlig neue, unkonventionelle Lösungsansätze zu entdecken.
Simulation, Elektronik und Integration
Der integrierte Simulationsbereich (FEM) ermöglicht es, Konstruktionen schnell zu validieren. Benutzer können aus elf verschiedenen Studientypen wählen und da die Berechnungen in der Cloud ausgeführt werden, steht die Rechenleistung des eigenen Geräts in vollem Umfang zur Verfügung, sodass parallel weitergearbeitet werden kann.
Mit der vollständigen Integration von Autodesk Eagle® erweitert Fusion zudem die Entwicklungsumgebung um Elektronikdesign und PCB-Fertigungsvorbereitung. Leiterplatten und Gehäuse lassen sich assoziativ verbinden und Änderungen in der Mechanik werden automatisch im Elektronikdesign nachvollzogen. Damit entsteht eine durchgängige Plattform, die Konstruktion, Elektronik und Fertigung vereint.


Weitere Vorteile für Inventor-Anwender
Neben den vorgestellten Funktionen bietet Fusion darüber hinaus zahlreiche weitere Vorteile:
- Produktdesign & Visualisierung: intuitive Tools für ästhetische Oberflächen und realistische Renderings, ideal für den Maschinenbau und die Produktentwicklung.
- Integrierte CAM-Umgebung: Erstellen, Simulieren und Ausgeben von Werkzeugwegen für Fräsen, Drehen oder 3D-Druck direkt in Fusion.
- Cloudbasiertes Datenmanagement: mit Fusion Team gehören verlorene USB-Sticks und Versionskonflikte der Vergangenheit an, denn Projekte sind jederzeit und überall verfügbar.
Fazit
Autodesk Fusion ist eine intelligente Ergänzung zu Inventor. Die Plattform verbindet Konstruktion, Simulation, Fertigung und Datenmanagement in einer Umgebung – skalierbar, kollaborativ und zukunftsfähig. Für Konstrukteure, CAM-Anwender sowie Konstruktions- und IT-Leitungen im Maschinen- und Anlagenbau eröffnet sich damit die Möglichkeit, Prozesse zu beschleunigen, Ressourcen zu sparen und Innovationen spürbar schneller umzusetzen.
Schauen Sie sich auch gern die Webcast-Aufzeichnung zum Thema an.

Wer die gezeigten Funktionen im Detail erleben möchte, kann sich die vollständige Webcast-Aufzeichnung „Inventor meets Fusion: Wie Autodesk Fusion Ihren Konstruktionsprozess optimiert“ mit zahlreichen Praxisbeispielen und Live-Demonstrationen online hier anschauen.
Bildquellen: N+P und Autodesk




