4. Juli 2017 AEC/BIM
Die Version Revit 2018 bietet Architekten, Ingenieuren und Technischen Gebäudeausrüstern eine Vielzahl an neuen oder verbesserten Funktionen, die den Planungsprozess erheblich erleichtern. Nachdem ich fast zwei Monate mit der neuen Version Revit 2018 gearbeitet habe, habe ich mir die Frage gestellt: Was hilft mir bzw. meinen Kunden in der Projektplanung wirklich weiter? Für mich haben sich drei wesentliche Funktionalitäten herauskristallisiert:
1. Für Architekten:
Eine wichtige Neuerung im Bereich Architektur ist die Möglichkeit, durch Auswahl von Ebenen in einem Gebäude Treppen über mehrere Geschosse zu erstellen und zu bearbeiten. Der große Vorteil dieser Funktion liegt darin, dass hier auch unterschiedliche Geschosshöhen problemlos bearbeitet und die Treppen automatisch angepasst werden können.
2. Für den Ingenieurbau:
Für den Bereich Ingenieurbau wurden in Autodesk Revit 2018 die Stahlverbindungen weiterentwickelt. Es stehen jetzt über 100 Standardverbindungen zur Verfügung, die durch das Zusatzmodul Steel Connections for Revit® hinzugekommen sind. Nähere Informationen dazu sind unter den durch das Zusatzmodul bereitgestellten Tragwerksverbindungstypen zu finden.
Eine weitere, entscheidende Neuerung in diesem Bereich ist die Unterstützung benutzerdefinierter Tragwerksfamilien. Für eine bessere Integration von Tragwerksverbindungen analysiert Autodesk Revit® jetzt benutzerdefinierte Tragwerkselemente und erstellt Parameter für die Geometrie von Tragwerksschnitten für diese Elemente. Das bedeutet zusätzlich, dass auch ältere Profilfamilien von diesem Tool erkannt werden.
3. Für die Gebäudetechnik:
In der Technischen Gebäudeausrüstung sind praktische Funktionen zur Auswertung und Analyse hinzugekommen. So ist es jetzt beispielsweise möglich, mit Revit den beabsichtigten Kabelweg für die nachgeschaltete Analyse zu definieren: Bisher konnten Spannungsabfall und andere elektrische Analysen wie Kurzschlussstromberechnungen nicht durchgeführt werden, weil Sie keine Kontrolle über den Weg (und damit die Länge) hatten. Das stellt einen kritischen Input für die Berechnung dar.
Nun ermöglicht Revit® Ihnen, diesen Pfad zu bearbeiten. Fügen Sie einfach einen Kontrollpunkt hinzu, um ein Kabelwegsegment zu ergänzen und zu bearbeiten. So können Sie den Kabelweg genauer verlegen und besitzen eine bessere Analysebasis – sowohl bei internen Berechnungen als auch bei Berechnungen mit Drittanbieteranwendungen.
In der Youtube-Playlist gebe ich Ihnen einen konkreten Einblick in die, aus meiner Sicht, wichtigsten Neuerungen in der neuen Revit Version 2018
Dynamo-Player Skripte – Sie müssen kein Experte sein, um Skripte einzuspielen
Sie möchten Dynamo nutzen und wissen nicht wie das geht? Bzw. fehlt Ihnen das notwendige Know-ho? Mit der neuen Revit-Version 2018 gibt es einen Dynamo Player, der es dem Anwender ermöglicht, die vorhandenen Skripte problemlos zu benutzen. Quasi per Knopfdruck können Sie nun Skripte im Hintergrund ausführen
Sonderzeichen – Endlich direkt über rechte Maustaste einfügbar
In den früheren Revit-Versionen war das Einfügen von Sonderzeichen, wie Grad-, Durchmesser-, Prozent- oder Paragraphen-Zeichen, nicht sehr komfortabel gelöst. Entwender man kopierte die Sonderzeichen aus anderen Anwendungen rein oder nutzte die hinterlege Windows-Zeichentabelle, wellche. Dafür brauchte man allerdings den Zahlencode, um die Zeichen einzugeben. Mit der 2018er Revit®-Version lassen sich nun Sonderzeichen bequem über die rechte Maustaste „Symbole“ einfügen. Damit kann auch endlich mit Notizzettel mit den ANSII-Codes vom Monitor weg.
Import des Digitalen Geländemodellls in Revit
Mit der 2018er Version ist nun möglich, 3D-Geländedaten (Digitales Geländemodell (DGM)) nach dem UTC-Koordinatensystem von AutoCAD® Civil 3D® nach Revit® zu importieren. Der Vorteil liegt darin, dass Sie nun in Revit® die Geländedaten eindeutig zuordnen können.
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Der Blogbeitrag demonstriert schrittweise, wie in Vorbereitung auf die Gebäudeplanung in Autodesk® Revit® die Datenaufbereitung mit Autodesk® Civil 3D® in Verbindung mit Autodesk® ReCap® erfolgen kann, um anschließend eine Übergabe an Autodesk Revit zu ermöglichen.
Wir nehmen die intuitive Cloud-Plattform Autodesk Forma unter die Lupe und schauen uns an, wie die Lösung uns dabei unterstützt, ein Gebäude an einem Standort zu planen und verschiedene Szenarien digital durchzuspielen, um innerhalb der vorgegebenen Parameter die optimale Lösung zu finden.
Eine digitale Projektabwicklung eröffnet der Baubranche neue Chancen und revolutioniert die Zusammenarbeit und Verwaltung von Projekten über deren Lebenszyklus. Was mit digitaler Projektabwicklung gemeint ist und welche Vorteile diese bringt, zeigt der Gastbeitrag von Theo Agelopoulos, Vice President AEC-Sparte bei Autodesk, auf.
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