12.12.2017 — Digitale Fabrik — Uwe Lindner

Welches Tool unterstützt mich am besten beim Rendering?

Autodesk Showcase wurde im vergangenen Jahr abgekündigt. 2017 war die letzte Version, die ausgeliefert wurde. Doch womit soll man nun noch Rendern?

    Rendering-Tools Autodesk
    Uwe Lindner
    Über den Autor
    Uwe Lindner ist Senior Consultant im Bereich CAD/PDM und ein ausgewiesener Experte für Autodesk-Lösungen. In seinen Blogartikeln konzentriert er sich auf die vielfältigen Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Konstruktion und Datenmanagement.

    Mit Showcase weiterhin Rendern

    Zuerst eine gute Nachricht: Sie können Showcase auch aktuell noch weiter einsetzten. Das Produkt läuft auf den aktuellen Betriebssystemen. Der einzige Haken ist, dass Showcase 2017 keine Inventor 2018 Daten lesen kann. Deshalb muss man hier den Umweg über STEP gehen.

    Somit ist kurzfristig kein Handlungsbedarf nötig. Jedoch hat sich in der Zwischenzeit noch einiges weiterentwickelt, so dass ein Umstieg von Showcase auf ein anderes Rendering-Produkt in Erwägung gezogen werden sollte.

    Wir stellen drei Produkte vor, die sehr würdige Nachfolger sind. Dabei listen wir nicht im Detail auf, welche Features gleich denen in Showcase sind, sondern welche Zielrichtung die Produkte haben.

    Rendering in der Cloud mit Fusion 360

    Autodesk Fusion 360 ist ein ganzheitliches Tool für die Produktentwicklung und Fertigung. Als 3D-CAD/CAM-Tool vereint Fusion alle notwendigen Schritte, die den gesamten Weg von der Konzeption hin zur Fertigung eines Produktes abdecken. Designideen lassen sich schnell und einfach ausprobieren, ohne zwischen verschiedenen Programmen wechseln zu müssen.

    Vorteile:

    • Eine high-end Grafikkarte mit hoher Grafikleistung ist nicht zwingend notwendig
    • Rendering-Prozess kann ausgelagert werden, somit müssen auf dem eigenen PC keine Ressourcen zur Verfügung gestellt werden

    Nachteil:

    • Aktive Internetverbindung beim Auslagern des Rendering-Prozesses notwendig, um Daten an die Cloud zu senden und wieder zurück zu spielen

    Rendering in der Cloud mit Fusion

    3ds Max – Der Klassiker beim Rendering

    Der Klassiker unter den Rendering-Produkten ist 3ds Max.

    3ds Max ist nicht nur ein Rendering-Werkzeug, sondern auch ein Modellierer. Damit sind Sie sehr flexibel, wenn Sie noch zusätzlich Geometrie erzeugen müssen (z. B. eine Wand, Boden etc.).

    Vorteile:

    • Hochentwickelter Renderer
    • Sehr hohe Rendering-Qualität in Fotos und Videos
    • Direkter Inventor-Import (inkl. einer Abhängigkeit)
    • Rendern auf mehreren PCs gleichzeitig
    • Lizenz in der Collection enthalten

    Nachteile:

    • Mächtiges Werkzeug, das durch Schulung zähmbar ist
    • Kein Echtzeit Rendering, nur auf Knopfdruck

    3ds Max ist aus unserer Sicht die am nächsten liegende Alternative zu Showcase. Mit einem Workshop können Sie die Grundlagen für die Ergebnisse kennenlernen. Schauen Sie dazu einfach in unseren Schulungskatalog.

    Rendering und Visualisierung mit 3ds max

    Stingray – der Rendering-Neuling mit Virtual Reality

    Stingray ist eigentlich eine Spieleengine. Das klingt vielleicht zu Anfang etwas befremdlich, hat aber durchaus Vorteile. Gerade mit dem Thema Virtual Reality (VR) ist die Software aktuell sehr gut im Markt angekommen. Dadurch ist es möglich, ohne ein fertiges Rendering den Kunden die Modelle selbst erkunden zu lassen (z. B. bei Messen).

    Vorteile:

    • Virtual Reality (Im Zusammenspiel mit 3ds Max) einfach möglich
    • Materialien können direkt von Showcase übernommen werden
    • Spielszenarien können aufgebaut werden (Interaktionen auslösen z. B. durch bewegen in ein Bereich)

    Nachteil:

    • Daten-Import funktioniert nur über das Austauschformat FBX
    • Zusätzliche Kosten (etwa 300€/Jahr)
    • Zeitintensives Aufbereiten für VR-Szenen

    Für das Thema VR ist Stingray die erste Wahl.

    Rendering und Virtual Reality mit Stingray

    VRED – High Class, High Price

    VRED kommt vorrangig in der Automobilbranche zum Einsatz. Hochwertige Materialkataloge und farbechte Wiedergabe zeichnen VRED aus.

    Vorteile:

    • Hochwertige Materialien
    • Virtual Reality (Einfache Interaktion zwischen Mensch und Modell)
    • Easy to use
    • Direkter Inventor-Import
    • Sehr hochwertiges Rendering

    Nachteile:

    • Hoher Preis

    Wäre da nicht der hohe Preis, würde wahrscheinlich VRED der Liebling vieler Kunden werden. Jedoch kann sich diese Investition lohnen!

    Rendering Fotorealistische Ansicht mit VRED

    Beratung ist entscheidend

    Welches Produkt für Sie passend ist, können wir gemeinsam in einem Termin individuell besprechen. Vielleicht ist das ein oder andere Produkt, das mit Zusatzkosten verbunden ist, durch das Autodesk-Abonnement doch eine attraktive Alternative zum Klassiker 3ds Max.

    Es kommt darauf an, was Ihr Ziel ist und von welchem Ausgangspunkt Sie starten möchten. Wir helfen Ihnen gerne dabei!

     

    Bildquelle: Autodesk
    Uwe Lindner
    Über den Autor
    Uwe Lindner ist Senior Consultant im Bereich CAD/PDM und ein ausgewiesener Experte für Autodesk-Lösungen. In seinen Blogartikeln konzentriert er sich auf die vielfältigen Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Konstruktion und Datenmanagement.

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