Volumen von Geländearbeiten berechnen lassen

13. Februar 2015 AUTODESK AEC/BIM

Sie als Planer werden die Situation vermutlich kennen. Ein Bauherr kommt zu einem und möchte ein Gebäude entworfen haben. Man klärt mit ihm die Eckdaten, wie sein Gebäude am Schluss aussehen soll und hat danach auch recht schnell einen ersten Entwurf. Aber schon folgt die nächste Planungshürde. Da ein Bauwerk in der Regel nicht durch die Luft schwebt braucht man die Geländedaten, damit man die Wirkung des Bauwerks auf dem Baugrundstück sehen kann. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sieht man dann auch schnell ob für dieses Bauwerk nur kleine oder vielleicht sogar recht umfangreiche Geländearbeiten notwendig werden. In den meisten Fällen wird man sich als Planer dann auch schnell fragen, um welche Größenordnung von Aushub oder Verfüllung wir reden. Mein heutiger Blogbeitrag soll Ihnen einen kurzen Überblick geben, welche Möglichkeiten Sie mit Revit haben, genau diese Volumina berechnen zu lassen.

In meinem Beispiel habe ich eine Situation gewählt, in der das Gebäude so nahe am Hang steht, dass man es eingraben muss.

Ausgangssituation

Ausgangssituation

Nun möchte natürlich jeder Kunde quasi sofort wissen, was genau sein Gebäude Kosten wird. Damit ich als Planer dem Kunden nicht nur die Kosten für das Gebäude sondern auch die für die Geländearbeiten angeben kann, muss ich natürlich wissen, wie viel Aushub anfallen wird.

Genau hierfür gibt es nun in Revit die Funktion „Eingemessenes Gelände“

Menüpunkt

Menüpunkt

Mit Hilfe dieser Funktion, kann ich mir eine exakte Kopie meines bestehenden Geländes anfertigen. Sobald ich diese Kopie angelegt habe, kann ich als Planer nun genau angeben, wie das neue Gebäude aussehen wird. Die folgenden 2 Bilder zeigen einmal im 3D den Unterschied der beiden Gelände und einmal in einem Querschnitt die Veränderung.

Unterschied der Gelände

Unterschied der Gelände

Unterschied im Schnitt

Unterschied im Schnitt

Sobald man das eingemessene Gelände nun fertigstellt, bekommt man in den Eigenschaften des Geländes genau angezeigt, wieviel Aushub man hätte, wieviel Wiederverfüllung und den gegengerechneten Wert.

Massen als Ergebnis

Massen als Ergebnis

Durch diese Methode kann man sich beim Berechnen von Geländemassen als Planer einiges an Zeit sparen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen als Planer damit wieder etwas Ihrer kostbaren Arbeitszeit sparen und wenn Sie zu diesem Thema noch Fragen haben,
stehen wir von N+P natürlich gern mit Rat und Tat zur Seite. Sprechen Sie uns also gern darauf an.


2 Kommentare


Boldt sagt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Diese Beschreibung täuscht meinre Ansicht nach vor, eine genaue Bodenmasse erhalten zu können.
Wenn wir aber eine Baugrube erstellen, haben wir nicht nur den Aushub des Bodens für Fundamente, sondern auch einen Arbeitsraum der ausgehoben werden muss, je nach Bodenbeschaffenheit in verschiedenen Böschungen….
anschließend muss der Arbeitsraum aber wieder verfüllt werden. Was ist damit? Die Zahl, des anschließend für die Verfüllung notwendigen Bodens bekommen wir zur Zeit wohl nicht aus dem System.
Auf der Suche nach einer Darstellungs- und Berechnungsmethone im BIM-Projekt bin ich momentan noch nicht fündig geworden. denn die „Masse“ oberhalb eines Fundamentes, wo die Wand zurückspringt, können wir mit dem Geländemodell so ja nicht erhalten. Haben Sie für die Mengen der Wiederverfüllung ein Konzept?
Gruß
Heinrich Boldt

N+P Redaktion sagt:

Sehr geehrter Herr Boldt,
die von uns gezeigte Variante ermöglicht eine einfache und schnelle Kalkulation von Erdmassen. Auf Basis dieser Techniken können jedoch auch innerhalb von Revit komplexere Betrachtungen und Kalkulationen angestellt werden.
Um sich dem Thema Erdarbeiten in Gänze zu stellen, empfiehlt sich der zusätzliche Einsatz von Civil 3D, welches auch Bestandteil der AEC Collection ist. Gern beraten wir Sie zur Nutzung der verschiedenen Tools und der optimalen Abbildung Ihrer Anforderungen innerhalb BIM-orientierter Prozesse und Projekte.

Viele Grüße, Ihr N+P AEC-Team

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